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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

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Veröffentlicht am: 20.11.20

Vorlesestudie 2020 - Ergebnisse einer Befragung von Eltern, die selten oder nicht vorlesen

Vorlesen hat das Potential Kinder zu faszinieren, Orientierung zu schaffen und Identifizierungsmöglichkeiten anzubieten. Vor allem jüngere Kinder identifizieren sich mit ihren Medienheld*innen, spielen Geschichten nach und verbinden die Erzählungen mit erlebten Erfahrungen. So können Kinder für sie relevante Themen und Gefühle spielend verarbeiten. Vorlesen kann zudem die Sprachentwicklung positiv beeinflussen und ist eine notwendige Grundlage für die Entwicklung von Lesekompetenz. Der Wortschatz und das Vorstellungsvermögen des Kindes erweitern sich, die Konzentrationsfähigkeit wird geübt und das Kind lernt, sich in andere hineinzuversetzen. Kindern vorzulesen bringt also viele Vorteile mit sich. Doch vor welchen Barrieren stehen die Eltern, die ihren Kindern nicht oder nur selten vorlesen? Und wie kann Vorlesen für sie im Alltag möglich werden? Diese Fragen stehen im Fokus der Vorlesestudie 2020 der Stiftung Lesen

Die Stiftung Lesen setzt sich mit mehr als 100 Programmen, Aktionen und Empfehlungen dafür ein, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Mit dem Projekt #medienvielfalt beispielsweise gibt die Stiftung Kita-Fachkräften kreative Ideen und Orientierungshilfen für die tägliche Praxis an die Hand. Ebenso finden Eltern auf der Webseite vielfältige Anregungen und Empfehlungen, um mit ihren Kindern gemeinsam Medien zu erleben. 

Einmal im Jahr - zum Bundesweiten Vorlesetag am 20.11.2020 - veröffentlicht die Stiftung Lesen gemeinsam mit der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung die Vorlesestudie. In der aktuellen Studie wird untersucht, warum Eltern in Deutschland nicht oder nur selten vorlesen und nach Anknüpfungspunkten gesucht, wie das Vorlesen auch im Alltag dieser Familien regelmäßiger umgesetzt werden kann.


Wieso lesen manche Eltern nicht oder nur selten vor?

Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2020 zeigen, dass rund 32% der Eltern von 2 bis 8-jährigen Kindern nur selten oder nie vorlesen. Als Gründe werden häufig wenig Zeit sowie mangelnde Bereitschaft genannt. Die Hälfte der befragten Eltern geben an, oft zu erschöpft zum Vorlesen und von den Aufgaben im Haushalt eingenommen zu sein. Darüber hinaus fehlt es in vielen Haushalten an Kinderbüchern. 68% der befragten Eltern geben an, dass ihre Kinder maximal zehn Kinderbücher besitzen. Die Ergebnisse zeigen, dass häufigere Buchgeschenke die Wahrscheinlichkeit des elterlichen Vorlesens erhöhen. Deutlich wird auch, dass 49% der befragten Eltern keinen Spaß am Vorlesen hat, da sie glauben sich in die Rolle eines Schauspielers versetzen und ihre Kinder zum geduldigen Zuhören zwingen zu müssen.


Welche Möglichkeiten gibt es, das Vorlesen für diese Eltern attraktiver zu machen? 

Um Eltern zum Vorlesen zu animieren, ist es sinnvoll, dass das Vorlesematerial - ob Buchgeschenke oder Vorlesegeschichten zum Mitnehmen in Kitas, Arztpraxen und Apotheken - in ihrem Alltag verfügbar, frei zugänglich und im Idealfall mehrsprachig ist. All dies kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Kinderbuch mitgenommen und vorgelesen wird. 

Zum Vorlesen anregen soll auch das digitale Portal der Stiftung Lesen einfach vorlesen!, das   auch als App verfügbar ist. Jede Woche werden dort neue (kostenfreie) Vorlesegeschichten für Kinder ab 3 Jahren veröffentlicht.  

Ergänzend zur Studie hat die Stiftung Lesen überdies Medientipps für Eltern zusammengesellt. Hier findet man Anregungen, um Vorlesen zu einem besonderen und vor allem gemeinsamen Erlebnis in der Familie zu machen.

 

Logo Stiftung Lesen

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