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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

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Veröffentlicht am: 29.10.19

Digital, solidarisch und bereit für mehr Mitsprache: die 18. Shell Jugendstudie

Am 15. Oktober 2019 wurde in Berlin die neue Shell Jugendstudie vorgestellt. Unter dem Titel „Jugend 2019 - Eine Generation meldet sich zu Wort“ zeichnet sie ein Bild der sozialen und politischen Bedingungen, unter denen Jugendliche in Deutschland aufwachsen. Befragt wurden 2572 Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren, die Auskunft über ihre Lebenssituation, ihre Einstellungen und Orientierungen gaben.

Insgesamt ist festzuhalten, dass Jugendliche in Deutschland nach wie vor politisch interessiert sind und politischem Engagement eine hohe Bedeutung beimessen. Mehr als die Hälfte der Befragten findet, dass es in Deutschland gerecht zugeht und 50% stehen der Europäischen Union positiv gegenüber. Die Studie zeigt außerdem, dass Jugendlichen - Mädchen und Jungen gleichermaßen - verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Minderheiten mit sehr großer Mehrheit positiv gegenüberstehen. Nichtsdestotrotz kritisieren etwa zwei Drittel der Befragten, dass die Politik sich nicht um die Belange von Kindern und Jugendlichen kümmere und wünschen sich mehr Teilhabe an Themen, die sie betreffen. Um sich über politische Themen zu informieren, nutzen die Befragten das Internet und suchen dafür am häufigsten auf Nachrichten-Websites und Nachrichtenportalen (20%); die große Mehrheit (83% im Westen und 68% im Osten) halten aber auch die ARD- und ZDF-TV-Nachrichten für vertrauenswürdig.

Alle Befragten besitzen ein Smartphone - und das Smartphone ist auch das bevorzugte Gerät zur Internetnutzung (75% Frauen/65% Männer), die durchschnittliche Internetnutzung am Tag beträgt laut Selbsteinschätzung 3,7 Stunden. Das Smartphone begleitet Jugendliche übrigens nicht selten den ganzen Tag: vom Aufstehen, weil das Handy als Wecker genutzt wird, bis zum kurzen Chat mit Freunden vor dem Einschlafen. 80% der Befragten nutzen mehrmals am Tag das Internet für Messengerdienste wie WhatsApp, 48% für soziale Netzwerke wie Facebook und YouTube, 32% zum Musikstreaming und 18% für das Streamen von Videos, Filmen und Serien; hingegen nutzen 29% das Internet mehrmals pro Woche für die Informationssuche und 21% für Schule, Ausbildung und Beruf. Zum Nachdenken regt aber eine ganz andere Zahl an: 60% der befragten Kinder und Jugendlichen finden es nicht gut, dass große IT-Konzerne Geld mit ihren Daten verdienen und sie so Teil eines Geschäftsmodells werden. 58% wissen, dass es im Internet Hassrede gibt, 51% wissen, dass Fake News kursieren. „FOMO“, oder „fear of missing out“, die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht ständig online ist, betrifft 38% der Befragten. Und auch wenn viele der Befragten sich der Frage des Datenschutzes bewusst zu sein scheinen, überprüft lediglich ein Drittel (31%) die Datenschutzeinstellungen sozialer Netzwerke.

Mehr zum Thema

  • Die Zusammenfassung der Shell Jugendstudie 2018 ist gratis als PDF erhältlich, die gesamte Studie kann als Buch oder ebook kostenpflichtig bezogen werden.
  • Zur Studie gibt es außerdem einen begleitenden Podcast, moderiert von „MrWissen2Go“, dem YouTuber und Journalisten Mirko Drotschmann, der mit prominenten Gästen wie Sophie Passmann und Eko Fresh über die Ergebnisse der Studie diskutiert.
  • Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und bietet zudem die begleitende Berichterstattung zur Präsentation der Studie durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.
  • Geäußert haben sich zu den Ergebnissen zudem der Deutsche Bundesjugendring und das Deutsche Kinderhilfswerk.
Logo der Kampagne 'Gutes Aufwachsen mit Medien'

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