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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

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Veröffentlicht am: 27.04.20

Lernen zu Hause - Ergebnisse der JIMplus Corona Befragung

Es ist für alle gerade eine herausfordernde Zeit: Eltern arbeiten größtenteils im Homeoffice und auch ältere Kinder und Jugendliche arbeiten zu Hause an ihren Schulaufgaben. Wie gut Schüler*innen mit der Schulschließung zurechtkommen, zeigt die Zusatzstudie „JIMplus Corona“ der Studienreihe Jugend, Information, Medien (JIM). Für die Onlineuntersuchung wurden Schüler*innen im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland befragt.

Insgesamt kommen Schüler*innen mit der derzeitigen Situation der Schulschließung ganz gut zurecht, wie die vergebene Durchschnittsnote von 2,5 zeigt. Auf die Frage, wie gut Schule insgesamt zu Hause funktioniert, gaben 16 Prozent der der Heranwachsenden an, dass es "sehr gut" klappe. Rund ein Drittel gab an, dass es "gut" funktioniere. 32 Prozent der Befragten gaben „befriedigend“ an. Jede*r Zehnte bewertete die Situation zu Hause mit der Schulnote 4. Nur fünf Prozent der befragten Schüler*innen vergaben eine 5 und ein Prozent eine 6.

Wie zu Hause gelernt wird, sieht unterschiedlich aus. Über die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen (56 Prozent) gaben an, dass sie oder ihre Eltern regelmäßig Aufgaben per Mail zugeschickt bekommen. 30 Prozent der Schüler*innen erhielten zu Beginn der Schulschließung Aufgaben von ihren Lehrer*innen und haben seitdem kaum mehr Kontakt zu den Lehrkräften. Aber auch digitale Medien werden für das Arbeiten und Lernen zu Hause genutzt: 26 Prozent der Heranwachsenden nutzen Klassenchats, 22 Prozent nutzen eine Cloud und 16 Prozent nutzen Videokonferenzen. Jede*r Zehnte gab an, Arbeitsaufträge über WhatsApp zu erhalten. Das Telefon wird von 11 Prozent der Befragten genutzt, um mit Lehrer*innen zu telefonieren.

Die Hälfte der Schüler*innen und Schüler gab an, dass sie sich gegenseitig mittels Chat beim Lernen unterstützen. 45 Prozent nutzen Tutorials im Internet, nur rund ein Drittel bekommt Anleitungen aus der Schule. Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, dass vor allem jüngere Heranwachsende auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen sind. Aktuell erhalten 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen Hilfe von ihren Eltern. 35 Prozent der Heranwachsenden probieren das Lernen zu Hause auf eigene Faust einfach aus.

An medialen Angeboten nutzt die Mehrheit der befragten Schüler*innen die Plattform YouTube (83 Prozent). Auf Wikipedia greifen über die Hälfte der Heranwachsenden zurück (58 Prozent). Fast ein Drittel nutzt Dokus und Wissenssendungen im Fernsehen und in Mediatheken, 21 Prozent informieren sich mittels Schulsendungen im Fernsehen oder Internet. 12 Prozent der Befragten nutzen Onlinebibliotheken der Büchereien und nur 8 Prozent nehmen Onlineangebote von Museen oder anderen Bildungseinrichtungen wahr.

 

Logo: mpfs - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

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