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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

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Veröffentlicht am: 25.11.20

Was tun gegen Hass im Netz?

Menschen verbringen tagtäglich viel Zeit im Netz, welches viele Möglichkeiten bietet, digital an der Gesellschaft teilzuhaben. Via soziale Medien und Messenger-Dienste tauschen sich viele aus, vernetzen sich und teilen ihre Meinungen und Gedanken mit anderen. Doch nicht immer ist ein respektvoller und fairer Umgang im Netz zu beobachten. Hass und Hetze werden immer wieder im Netz verbreitet. Wird eine Person oder eine Personengruppe online durch Sprache und/oder Bilder sowie Videos beleidigt, beschimpft, abgewertet und angegriffen, so lässt sich von Hate Speech (englisch= Hassrede) sprechen.

Formen von Hass im Netz

Hassrede basiert in erster Linie auf Diskriminierung, Feindlichkeit und Abwertung gegenüber Gruppen und zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen, wie vor allem in Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus (Diskriminierung von Juden) und antimuslimischen Rassismus (Diskriminierung von Muslimen), Sexismus (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) oder auch Homo- und Transfeindlichkeit (Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung). Dabei lassen sich die unterschiedlichen Formen nicht immer klar voneinander trennen. So können Personen bzw. Personengruppen zum Beispiel aufgrund ihrer Religion und ihres Geschlechts diskriminiert und angefeindet werden.

Die Broschüre „Hate Speech - Hass im Netz - Informationen für Fachkräfte und Eltern“ der Landesanstalt für Medien NRW und der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS) bietet Informationen zu Hate Speech, indem sie die unterschiedlichen Formen von Hassrede beschreibt und beispielhaft zentrale sprachliche und inhaltliche Muster vorstellt, die für Hate Speech insgesamt typisch sind. Auch wird erklärt, in welchen Fällen Hate Speech strafbar ist. Darüber hinaus erfahren pädagogische Fachkräfte und Eltern, wie sie Kinder und Jugendliche für das Thema Hass im Netz sensibilisieren können und welche Gegenstrategien es gibt.

Die Informationsplattform „Hass im Netz“ von jugendschutz.net - dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet - richtet sich vorwiegend an pädagogische Fachkräfte und stellt in Beiträgen und Reports Informationen, aktuelle Entwicklungen und Trends im Hinblick auf Hass und Rechtsextremismus sowie Extremismus dar. Zudem kann Hate Speech auf der Informationsplattform gemeldet werden. Eine weitere Meldestelle, bei der Hassbotschaften gemeldet werden können, ist Hassmelden.

Initiativen und Projekte gegen Hass im Netz

Es gibt einige Initiativen und Projekte, die sich gegen Hass im Netz engagieren und für ein respektvolles und faires Miteinander im Netz einsetzen. Darunter zum Beispiel die europaweite Initiative „No Hate Speech Movement“, die auf ihrer Webseite Fakten und Argumente bereitstellt. Das Forschungs- und Praxisprojekt „ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online“ vom JFF - Institut für Medienpädagogik erläutert in diesem Artikel, wie mit Memes - Bilder mit kommentiertem Text - kreativ gegen Hate Speech ein Zeichen gesetzt werden kann. Das Projekt „bildmachen“, dass von ufuq, einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe geleitet wird, soll Jugendliche stärken, kritisch und reflektiert im Umgang mit extremistischen Ansprachen umzugehen. In Workshops und Fortbildungen für Jugendliche und pädagogische Fachkräfte geht es darum, die kritische Medienkompetenz zu fördern und u. a. zu lernen, sich in Onlinediskurse einzubringen und gegen Hassrede vorzugehen. Zudem werden auf der Webseite von „bildmachen“ Materialien und Praxisbeispiele für die politische Medienbildung mit Jugendlichen bereitgestellt.

 

Mehr Informationen:

  • Wer mit Hass und Hetze im Netz konfrontiert wird oder jemanden kennt, der davon betroffen ist, kann sich an jugend.support und die Nummer gegen Kummer wenden, die Anlaufstellen zur Hilfe und Unterstützung bei Kummer, Sorgen und Problemen im Netz sind.
  • Wie gegen beleidigende, abwertende und rassistische Kommentare argumentiert werden kann, zeigt die App KonterBunt.
  • Wie Hate Speech von rechtsextremen Gruppierungen im Netz eingesetzt wird, um bestimmte Gesellschaftsgruppen gezielt einzuschüchtern und abzuwerten, erläutert jugendschutz.net in diesem Interview.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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