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Das Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz

Ansicht: Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz

Im Netz können uns auch Hassbotschaften und feindselige Kommentare begegnen. 58 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen geben an, dass sie bereits mit Hassbotschaften im Internet konfrontiert wurden, wie die aktuelle JIM-Studie zeigt. Hass im Netz äußert sich vor allem durch Worte, Bilder und Videos, insbesondere in sozialen Netzwerken, Messenger-Diensten und Kommentarspalten von Online-Medien. Durch die Möglichkeit, im Netz anonym zu bleiben und kein direktes Gegenüber zu haben, sinkt die Hemmschwelle, Hassrede - auch als Hate Speech bezeichnet - im Netz zu verbreiten.

Hassrede basiert in erster Linie auf Diskriminierung, Feindlichkeit und Abwertung gegenüber Gruppen und zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen, wie vor allem in Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus (Diskriminierung von Juden) und antimuslimischen Rassismus (Diskriminierung von Muslimen), Sexismus (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) oder auch Homo- und Transfeindlichkeit (Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung). Dabei lassen sich die unterschiedlichen Formen nicht immer klar voneinander trennen. So können Personen bzw. Personengruppen zum Beispiel aufgrund ihrer Religion und ihres Geschlechts diskriminiert und angefeindet werden.

Im Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz, welches vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, arbeiten jugendschutz.net, Das NETTZ, HateAid und Neue deutsche Medienmacher*innen zusammen, um sich gegen Hass und Gewalt im Netz zu engagieren. Ziel des Kompetenznetzwerkes ist es, zentrale Anlaufstelle zu allen Fragen rund um das Thema Hass im Netz zu werden. Dafür stellt das Netzwerk Informations- und Bildungsangebote zur Verfügung, berät Betroffene von digitaler Gewalt und betreibt Monitoring (Englisch = Beobachtung) von Hass im Netz. Zudem möchte das Kompetenznetzwerk die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Hassrede im Netz stärken. Das Netzwerk richtet sich insbesondere an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie der außerschulischen Bildung, Fachkräfte der Extremismusprävention und Demokratieförderung und Betroffene von Hass und Hetze.