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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

Animation: Ladebalken
DIE INITIATIVE
Veröffentlicht am: 17.08.21

jugendschutz.net Praxis Info: Kinder und Jugendliche für eine sichere Nutzung von TikTok sensibilisieren

Die Video-Plattform TikTok ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Die Nutzer:innen können Videos kreativ bearbeiten und durch Liken, Folgen oder Kommentieren miteinander in virtuelle Interaktion treten. Die Beliebtheit der App steigt stetig, wie auch die aktuelle JIM-Studie zeigt.

Die aktuelle Praxisinfo TikTok von jugendschutz.net zeigt auf, wie Kinder und Jugendliche für einen sicheren Umgang mit der App sensibilisiert werden können und informiert detailliert über die Risiken, die mit TikTok im Zusammenhang stehen.

Die Praxisinfo informiert, dass TikTok sein Schutzkonzept ausgebaut, die Voreinstellungen für Kinder und Jugendliche verbessert und eine Funktion zur elterlichen Begleitung implementiert hat. Dennoch können Kinder und Jugendliche innerhalb der App mit Interaktionsrisiken, wie zum Beispiel Cybergrooming und Cybermobbing und gefährdenden Inhalten konfrontiert werden.

Zudem besteht keine zuverlässige Alterskontrolle: Mit dem Mindestnutzungsalter von 13 Jahren wird zwar eine Einverständniserklärung der Erziehungsverantwortlichen benötigt, diese kann jedoch leicht umgangen werden, da keine Kontrolle des angegebenen Alters erfolgt. TikTok bietet außerdem altersdifferenzierte Voreinstellungen an, die jedoch nur bei einer wahrheitsgemäßen Altersangabe greifen.

Ein anderes Risiko besteht in den bei Kindern und Jugendlichen beliebten Challenges (Englisch: challenge= Herausforderung), die nicht nur zum Mitmachen und Kreativsein anregen, sondern auch zu gefährlichen Konsequenzen wie schlimmen Verletzungen und bleibenden gesundheitlichen Schäden führen können. Zudem gibt es auf TikTok Beiträge, die selbstverletzendes Verhalten, Suizid oder Essstörungen verherrlichen oder verharmlosen. Auch können Kinder und Jugendliche auf TikTok mit Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, darunter unter anderem Rassismus, Sexismus und Antisemitismus, konfrontiert werden. Darüber hinaus gibt es auf TikTok Beiträge, die auf explizit pornografische Angebote verweisen.

Daher ist es als Eltern und Erziehende wichtig, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Risiken bei der Nutzung von TikTok zu erkennen und diese kritisch einzuordnen.

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