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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

Animation: Ladebalken

VERNETZEN

Veröffentlicht am: 16.07.18

Medienpraxis mit Tablet, Mikrofon und Aufnahmegerät

Medienpraxis mit Tablet, Mikrofon und Aufnahmegerät

Das Initiativbüro unterstützt „Lokale Netzwerke für ein Gutes Aufwachsen mit Medien“ bei der Gründung und Gestaltung von Angeboten zur Medienerziehung in Familien. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen unsere Lokalen Netzwerke vor, diesmal Haste Töne: Kindermedien aus Hamburg. Die Projektleiterin Gudrun Leopold gibt Einblicke in ihr Netzwerk.

Was ist das Besondere an Ihrem Netzwerk?

Unser Netzwerk wurde im Frühjahr 2014 von der Rudolf-Ballin-Stiftung e.V. gegründet, um die Medienkompetenzförderung an Schulen in Hamburgs Osten aufzubauen. An Grundschulen, wo die Stiftung Kooperationspartner für den Ganztag ist, gibt es seitdem unser Angebot. Hier produzieren Kinder mit professioneller Unterstützung zum Beispiel Hörspiele, Radiointerviews, Trickfilme und Comics.
Die meisten Angebote werden als einwöchige Ferien-Workshops durchgeführt. Die Ergebnisse werden auf unserer Webseite veröffentlicht, so dass alle hören und sehen, was die Grundschülerinnen und -schüler erlebt und gestaltet haben. Bei Haste Töne lernen die Kinder, dass sie etwas zu sagen haben, unabhängig von Bildung und Herkunft.

Welche Vorteile bietet Ihnen das Netzwerk?

Haste Töne würde ohne die Kooperation zwischen der Rudolf-Ballin-Stiftung e.V. und den Schulen nicht existieren. Die Grundschulen stellen Räume, Computer und Material zur Verfügung. Die pädagogischen Fachkräfte an den Schulen unterstützen, indem sie gezielt Kinder für unsere Angebote ansprechen. Es entwickelte sich eine weitere Zusammenarbeit mit der Bücherhalle Hohenhorst, der Kinderbibliothek Hamburg und dem Tanzverein Club Saltatio. Außerdem arbeiten wir mit verschiedenen Online-Netzwerken zusammen, um unseren Beiträgen zu mehr Öffentlichkeit zu verhelfen. Das Netzwerk ist langsam gewachsen und funktioniert sehr gut, weil die Aufgaben klar verteilt sind und alle Beteiligten ihre Expertise und auch Wünsche einbringen können.

Was haben Sie bisher für Angebote umgesetzt und was ist als Nächstes geplant?

Neben vielen Radiobeiträgen mit Interviews und Umfragen der Kinder sind bisher auch zahlreiche Hörspiele entstanden. Bei der Produktion von Hörspielen denken sich die Kinder im Team eine Geschichte mit unterschiedlichen Rollen und passende Texte aus. Je nach Thema verbinden wir den Workshop mit einem Ausflug, zum Beispiel auf den Bauernhof, was für viele Kinder ein besonderes Erlebnis ist. Dort erfahren die Schülerinnen und Schüler mehr über das Leben auf dem Hof und können Originalgeräusche aufnehmen, die sie dann in ihr Hörspiel einbauen.

Seit letztem Jahr arbeiten wir auch mit visuellen Medien. In unseren Trickfilm-Workshops können die Kinder einen so genannten Stop-Motion-Film nach ihren eigenen Ideen umsetzen. Dazu denken sie sich zuerst eine Geschichte aus und entwerfen ein Drehbuch. Die Figuren und das Bühnenbild zeichnen und schneiden die Kinder dann aus Papier und fotografieren mit einem Tablet Bild für Bild jeden Schritt der Geschichte. Mit einer App werden die einzelnen Fotos aneinandergefügt und mit dem eingesprochenen Text und passender Musik verbunden. So entsteht ein richtiger Trickfilm.

In den Herbstferien werden wir zusätzlich zu den bisherigen Angeboten mit den ersten Videoarbeiten starten.

Welche Tipps würden Sie Einrichtungen geben, die ihre ersten Schritte als Lokales Netzwerk planen?

Es braucht eine verantwortliche Person oder Institution, die die Gespräche mit allen potenziellen Akteuren führt. Die Erwartungshaltung bezüglich Größe, Aufgabenverteilung, Finanzierung, Form und Regelmäßigkeit der Zusammenarbeit im Netzwerk muss besprochen werden. Die örtlichen Gegebenheiten müssen bekannt sein: Gibt es einen Raum, in dem die Teilnehmenden arbeiten können? Sind Tablets oder Aufnahmegeräte vorhanden? Funktioniert die Technik? Besteht ein Zugang ins Internet zwecks Recherche? Und stehen geeignete Medienprofis zur Durchführung der Projekte zur Verfügung? Wenn diese Fragen geklärt sind, kann es losgehen.

Logo der Kampagne 'Gutes Aufwachsen mit Medien'

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