Gaming & Smart Toys

Tipps für Eltern und Erziehende zum Umgang mit Smart Toys

Kinderspielzeug, was nebeneinander liegt.

Sprechende Teddybären und Puppen, scheinbar lebendige Figuren aus Büchern und Spielen sowie programmierbare Roboter – digitale Spielzeuge, sogenannte Smart Toys, haben in Kinderzimmer längst Einzug gehalten. Das Angebot ist groß und reicht von Puppen, mit denen sich Kinder unterhalten oder sogar eine Fremdsprache lernen können, Kuscheltieren, die weinenden Babys sensorgesteuert ihre Lieblingslieder vorspielen und programmierbaren Robotern bis zu interaktiven Büchern.

Vernetztes und smartes Spielzeug bietet zeitgemäßen Spiel- und Lernspaß, birgt aber auch Herausforderungen, wenn es darum geht, dass Kinder und Jugendliche sicher spielen und dabei positive Erfahrungen sammeln können. 

Smart Toys - was ist das überhaupt?

Vernetztes Spielzeug, also Smart Toys, kann die Umgebung wahrnehmen, erkennen und reagieren. Manche Smart Toys sind auch mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind durch die Reaktionen der Kinder zu lernen. Im Gegensatz zu herkömmlichem Spielzeug reagiert vernetztes Spielzeug auf die Umwelt und interagiert mit Kindern. Vernetztes Spielzeug kann in zwei verschiedene Arten eingeteilt werden: Spielzeug, das offline genutzt werden kann und solches, das mit dem Internet verbunden wird, zum Beispiel mittels Smartphone oder Tablet. Häufig gehört dann auch die Nutzung einer passenden App zum Spielzeug dazu.

Warum sind Smart Toys für junge Menschen faszinierend?

Der große Reiz von vernetztem Spielzeug besteht darin, dass es auf Kinder reagieren und sich zum Teil auch an Vorlieben und Bedürfnisse von ihnen anpassen kann. Das Spiel ist also nicht nur einseitig den Kindern überlassen, sondern es kann eine intensivere Art der Interaktion stattfinden. 

Chancen von Smart Toys

Einige Spielzeuge haben den Vorteil, dass sie über Sprache gesteuert werden und ohne Lesekenntnisse funktionieren. Durch diese leichte Bedienung können auch schon junge Kinder digital teilhaben. Insbesondere im Bildungsbereich kann die Nutzung digitaler Geräte und Spielzeuge von Vorteil sein: Lernen wird so erfahrbarer und facettenreicher und gleichzeitig können Kinder motivierter sein, zu lernen, zu erkunden und eigene Erfahrungen zu machen.

Risiken von Smart Toys

Sobald Spielzeuge mit einer Kamera ausgestattet sind oder mit dem Internet verbunden werden können, sollten sich Eltern und pädagogische Fachkräfte auch der damit verbundenen Herausforderungen bewusst sein, um Kinder sicher bei der Nutzung von Smart Toys begleiten zu können. Zu den Herausforderungen gehören vor allem der Schutz persönlicher Daten, möglicher Kontakt zu Fremden, Konfrontation mit ungeeigneten Inhalten sowie Werbung und Kostenfallen.

Eltern und Erziehende sollten im Blick haben, welche persönlichen Daten sie preisgeben. Bei einigen Geräten können persönliche Daten wie Sehr persönliche Angaben, wie ein Foto, die Vorlieben oder die Stimme des Kindes, verlangt werden. Mit diesen Daten können sehr genaue Persönlichkeitsprofile von Kindern erstellt werden, die dann zum Beispiel auch für Werbezwecke zweckentfremdet werden können. Was die Datensicherheit angeht, besteht das Risiko, dass Daten auf den Servern der Anbieter nicht immer ausreichend gesichert sind, sodass diese unter Umständen auch Fremde stehlen können. Sind Smart Toys so schlecht gesichert, dass sie auch von Dritten gehackt werden können, besteht das Risiko, dass Fremde Kontakt zu Kindern aufnehmen. 

Bei Spielzeugen, die sich mit dem Internet verbinden können, besteht für Heranwachsende auch das Risiko mit ungeeigneten Inhalten, wie zum Beispiel mit gewalthaltiger Sprache, konfrontiert zu werden. Bei der Nutzung von Smart Toys und den dazugehörigen Apps können Kinder zudem mit Werbung und Kostenfallen wie In-App-Käufen konfrontiert werden. 

Tipps für Eltern und pädagogische Fachkräfte

Voraussetzung für eine sichere und souveräne Nutzung von Smart Toys ist ein verantwortungsvolles Verhalten von Eltern und Fachkräften. Dazu gehört, die eigene Vorbildrolle wahrzunehmen und den Umgang mit sensiblen Daten bewusst zu reflektieren. Grundsätzlich ist es wichtig, Kinder mit dem vernetzten Spielzeug nicht einfach alleine zu lassen, sondern es bei der Nutzung zu begleiten.

Weitere Informationen

  • Über die Risiken von Smart Toys klärt jugendschutz.net in seiner Praxis Info Vernetztes Spielzeug auf.
  • Tipps für einen sicheren Umgang mit Smart Toys erhalten Eltern und Erziehende auch auf der Website von klicksafe.
  • Was Eltern zum Thema Digitales Spielzeug wissen sollten, erläutert SCHAU HIN!.