Diese Webseite verwendet Session-Cookies, die gelöscht werden, sobald Sie die Seite wieder verlassen oder den Browser schliessen.
Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit der Cookie-Nutzung einverstanden.
Mehr Informationen Okay

Direkt zum Seiteninhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zur Suche springen

INFORMIEREN

Veröffentlicht am: 02.03.17

Medienfasten als Erlebnis in der Familie

Oft vor der Glotze, das Smartphone im Dauerbetrieb, aber das Gefühl, zu wenig Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu haben? Die Fastenzeit kann ein guter Anlass sein, in der Familie eine digitale Auszeit zu nehmen, rät Schau hin!, der Medienratgeber für Familien.

Laut der aktuellen KIM-Studie vereinbaren vier von fünf Familien medienfreie Zeiten, zum Beispiel während der Hausaufgaben oder beim Essen. „Nicht nur Eltern fragen sich, ob sie mit Medien zu viel Zeit verbringen. Auch Heranwachsende kennen das Gefühl. Ein gemeinsames Medienfasten hilft beiden, sich eine Auszeit zu nehmen und zu lernen, einmal nicht erreichbar zu sein“, empfiehlt Schau hin!-Mediencoach Kristin Langer. Generell ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern einen bewussten Umgang mit Medien vorleben, indem sie das Handy bei Gesprächen, beim Essen, beim Spielplatzbesuch oder bei der Autofahrt lautlos zu stellen oder auszumachen.

Absprachen treffen

Verabredet die Familie bei den Medien zu fasten, legen alle gemeinsam fest, welche Geräte an welchen Tagen oder zu welchen Zeiten Pause haben, zum Beispiel ein medienfreier Tag pro Woche. Es kann auch vereinbart werden, ein Tagebuch zu führen, um die gesammelten Eindrücke festzuhalten und zu besprechen. Etwa: Was habe ich vermisst? Habe ich mich gelangweilt? Was habe ich stattdessen getan? So wird daraus ein gemeinsames Erlebnis für die ganze Familie. Um den Ehrgeiz für ältere Kinder zu erhöhen, kann man das Medienfasten zu einem kleinen Wettbewerb machen. Handysektor bietet im Rahmen der „Real-Life-Challenge“ dazu ein Kartenspiel an.

Regeln finden

Auch außerhalb des Medienfastens ist es sinnvoll, Absprachen für die Mediennutzung zu treffen. Zum Beispiel hat das Handy beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause. Am besten halten sich daran alle in der Familie. Dafür kann man einen „Handyparkplatz“ einrichten. Bei Medienzeiten gilt als Orientierung: bei Kindern ab drei Jahren nicht länger als zehn Minuten pro Lebensjahr am Tag, bei Kindern ab zehn Jahren eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche. Also bei drei Jahren 30 Minuten am Tag, bei zehn Jahren zehn Stunden pro Woche. Mit zunehmenden Alter können sich Kinder die Zeit selbst einteilen. Vorlagen für Vereinbarungen finden Eltern hier.

Alternativen anbieten

Ein medienfreier Tag eignet sich in Familien mit jüngeren Kindern gut, um mal wieder Brettspiele hervorzuholen. Statt Hörbüchern können Familien sich gegenseitig Geschichten erzählen oder reihum erfinden, ein eigenes Memory mit den Lieblingsfiguren aus den Medien gestalten oder ein Medienquiz veranstalten: Jeder in der Familie malt reihum einen Fernsehhelden. Wer die Figur am schnellsten errät, gewinnt. Alternativ kann man auch den Namen der Figur auf einen Klebezettel schreiben und einem Mitspieler auf die Stirn kleben. Jede/r stellt reihum Fragen zur Figur, die mit Ja oder Nein beantwortet werden. Oder man pfeift oder summt eine Melodie aus einem bekannten Film oder einer bekannten Sendung, die die anderen erraten müssen. Dies fördert die Kreativität, ist aber auch ein guter Anlass, über Medienvorlieben und Lieblingsfiguren zu sprechen.

Quelle: Schau hin!
Logo: Schau hin - Was Dein Kind mit Medien macht

Drucken
facebook twitter Diesen Beitrag teilen