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Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

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Veröffentlicht am: 09.12.20

Mit Onlinespielen für das Thema Fake News sensibilisieren

Junge Menschen sind täglich online, sie chatten mit ihren Freund*innen, posten Bilder und Videos aus ihrem Alltag und informieren sich im Netz über aktuelle Ereignisse. Dabei kann es passieren, dass sie auch mit Beiträgen konfrontiert werden, die falsche Inhalte vermitteln, aus dem Zusammenhang gerissen sind oder Gerüchte verbreiten. Auch Bilder und Videos können manipuliert sein. Gerade im Netz verbreiten sich Falschmeldungen oft sehr schnell. Oft ist es nicht leicht zwischen glaubwürdigen Quellen und unseriösen Nachrichten zu unterscheiden. Daher ist es wichtig zu lernen, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und Quellen sowie Bilder und Videos auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Um junge Heranwachsende, aber auch Eltern und pädagogische Fachkräfte spielerisch an das Thema „Fake News“ (englisch= gefälschte Nachrichten) heranzuführen und ein Bewusstsein für eine kritische und reflektierte Mediennutzung zu schaffen, gibt es auch Onlinespiele.

Das Spiel „Bad News“

Ziel des Onlinespiels „Bad News“ ist es, ein Bewusstsein für gefälschte und irreführende Nachrichten zu schaffen und Jugendliche zu stärken, souverän und kritisch in ihrer Mediennutzung zu sein. Dabei werden die Spieler*innen selbst zu Produzent*innen von Falschnachrichten. Dabei sollen sie möglichst viele Follower*innen und eine hohe Glaubwürdigkeit gewinnen. Die Herausforderung ist, Skandale und Sensationen glaubhaft darzustellen. Wer in seiner Rolle als Internet-Troll erfolgreich ist, erhält ein digitales Abzeichen, welches für die Kategorien „“Identitätsbetrug“, „Emotion“, „Polarisierung“, „Verschwörung“, „Verruf“ und „Trollen“ verliehen wird. So lernen die Spieler*innen im Verlauf des Spiels verschiedene Taktiken und Strategien kennen, die echte Verbreiter*innen von Fake News oft nutzen.

Das kostenlose Spiel wurde von der niederländischen Organisation DROG - die sich gegen die Verbreitung von Falschnachrichten einsetzt - und der Universität Cambridge entwickelt. Das Spiel wird für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen. Für den Einsatz im  Schulunterricht oder in der Bildungsarbeit steht Begleitmaterial auf der Webseite des Spiels zur Verfügung. Zudem gibt es eine Junior-Variante, die sich an Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren richtet.

Übrigens: Das Onlinespiel wurde mit dem Pädagogischen Medienpreis 2020 der Initiative Studio im Netz (SIN) ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1998 an digitale Angebote verliehen, die für pädagogisch besonders wertvoll gehalten werden.

 Das Spiel „Fake it to make it“

Das Onlinespiel „Fake it to make it“, das von der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landeszentrale vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurde, klärt über den Umgang mit Falschmeldungen in den Medien auf. Die Spielenden versetzen sich in die Rolle von Verfasser*innen von Fake News. Die Falschmeldungen sollen so überzeugend gestaltet werden, dass diese möglichst häufig angeklickt und weitergeleitet werden, um so Gewinne zu erzielen. Ziel des Spiels ist es, zu verstehen, wie Fake News erstellt und verbreitet werden und einen kritischen und reflektierten Umgang mit Informationen zu stärken.

Das Spiel kann vielseitig eingesetzt werden, zum Beispiel in der Arbeit mit Jugendlichen, aber auch in der Elternarbeit oder in der Weiterbildung. Eine Anleitung zum Spiel und Arbeitsmaterialien für pädagogische Fachkräfte gibt es hier.

Onlinequiz zum Thema Fake News

Mit dem Onlinequiz von der europäischen Initiative klicksafe können sich Interessierte mit dem Thema auseinandersetzen und ihr Wissen testen. Darunter sind zum Beispiel Fragen, wie schnell sich Falschnachrichten im Netz verbreiten und wie sie sich im Netz erkennen lassen.

Weitere Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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